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CareKitchen – Weil gesundes Essen auch Self-Care ist
Gesundheitsfördernde Ernährung im Krankenhaus gemeinsam gestalten
Wer täglich für die Gesundheit anderer sorgt, sollte auch die eigene Gesundheit im Blick haben. Doch gerade im Krankenhausalltag treffen Schichtarbeit, Zeitdruck und hohe Verantwortung auf unregelmäßige Pausen und Verpflegungsangebote, die nicht immer zu den Bedürfnissen der Mitarbeitenden passen.
Genau hier setzt CareKitchen an.
Das Deutsche Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen e. V. (DNGfK) hat gemeinsam mit der DAK-Gesundheit das Projekt CareKitchen initiiert. In Zusammenarbeit mit der Kraaibeek GmbH und GESOCA werden Gesundheitseinrichtungen dabei unterstützt, gesundheitsförderliche Ernährung stärker im Arbeits- und Versorgungsalltag zu verankern.
„Mit CareKitchen setzen wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung in Gesundheitseinrichtungen. Unser Ziel ist es, durch gezielte Maßnahmen die Ernährungskompetenz und das Wohlbefinden von Mitarbeitenden und Patienten zu stärken.“
„Unser Ziel im Projekt CareKitchen ist es, ein umfassendes Verpflegungskonzept im Betrieb zu schaffen, das alltagspraktische, gesundheitsförderliche und klimafreundliche Ernährung verbindet. Durch gezielten Kompetenzaufbau werden gesundheitsförderliche Entscheidungen erleichtert – sowohl im Betrieb als auch im privaten Alltag“
Warum CareKitchen?
Gesundheitsförderung im Krankenhaus richtet sich nicht nur an Patientinnen und Patienten. Krankenhäuser sind gleichzeitig Arbeitsplatz und Lebenswelt für Tausende Beschäftigte – und damit ein wichtiger Ort für Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung.
Gerade für Beschäftigte im Gesundheitswesen kann es im Arbeitsalltag herausfordernd sein, gesundheitsförderliche Ernährungsgewohnheiten umzusetzen. Schichtdienst, wechselnde Arbeitszeiten, Zeitdruck und begrenzte Pausenmöglichkeiten beeinflussen, wann, wo und was gegessen und getrunken wird.
Forschungsergebnisse unterstreichen die Bedeutung dieses Handlungsfeldes. Systematische Untersuchungen aus Krankenhaus- und Arbeitsplatzsettings zeigen, dass Maßnahmen zur Förderung von Ernährung, Bewegung und gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen positive Effekte auf Ernährungs- und Gesundheitsindikatoren haben können. Besonders vielversprechend sind dabei Ansätze, die nicht ausschließlich das individuelle Verhalten betrachten, sondern auch die Verhältnisse am Arbeitsplatz einbeziehen.
CareKitchen greift genau diesen Gedanken auf: Gesunde Entscheidungen sollen nicht allein von Wissen und Motivation abhängen. Auch die Umgebung muss es ermöglichen, die gesündere Wahl im Alltag tatsächlich treffen zu können.
Unser Ziel: Gesund essen soll einfach und attraktiv sein
CareKitchen möchte Mitarbeitende sowie Patientinnen und Patienten darin unterstützen, informierte und gesundheitsförderliche Ernährungsentscheidungen zu treffen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um Verbote oder darum, Ernährung als weitere Verpflichtung im ohnehin anspruchsvollen Alltag zu verstehen.
Vielmehr soll gesundheitsförderliche Ernährung als das erlebt werden, was sie sein kann: genussvoll, alltagstauglich und ein Bestandteil von Self-Care.
Das Projekt verbindet deshalb die Förderung individueller Ernährungskompetenz mit der Weiterentwicklung der Verpflegungsbedingungen innerhalb der Einrichtungen.
Ziel ist es,
- Ernährungskompetenz zu fördern,
- gesundheitsförderliche Entscheidungen zu erleichtern,
- attraktive und ausgewogene Verpflegungsangebote weiterzuentwickeln,
- die Pausen- und Ernährungskultur in den Einrichtungen zu stärken und
- Gesundheitsförderung nachhaltig in den Krankenhausalltag zu integrieren.
Gemeinsam für eine gesundheitsförderliche Krankenhauskultur
CareKitchen wird in enger Zusammenarbeit verschiedener Partner umgesetzt.
Das DNGfK übernimmt die übergreifende Projektkoordination, begleitet die Kommunikation und bindet die beteiligten Mitgliedseinrichtungen eng in den Projektprozess ein. Darüber hinaus organisiert und moderiert das Netzwerk zentrale Projektaktivitäten und unterstützt den Transfer der gewonnenen Erkenntnisse.
Die DAK-Gesundheit bringt als bundesweit tätige Krankenkasse ihre Expertise im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung ein und schafft die finanzielle Grundlage für die Projektumsetzung.
Die Kraaibeek GmbH bringt ihre Expertise in den Bereichen Prävention, Ernährung und betriebliche Gesundheitsförderung ein. Sie hat insbesondere die bedarfsorientierte Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung der Ernährungskompetenz der Mitarbeitenden – beispielsweise durch Workshops, Vorträge und weitere praxisnahe Formate inne.
GESOCA legt den Schwerpunkt auf die gesundheitsförderliche Gestaltung der Gemeinschaftsverpflegung. Dazu gehören insbesondere die Analyse bestehender Verpflegungsstrukturen und -angebote sowie die Entwicklung konkreter Ansätze zur Weiterentwicklung von Kantinen-, Cafeteria- und weiteren Verpflegungsangeboten.
So verbindet CareKitchen Netzwerk, betriebliche Gesundheitsförderung, Ernährungsexpertise und die Erfahrungen der Einrichtungen vor Ort.
Vier Pilotkliniken – vier individuelle Ausgangssituationen
CareKitchen wird in vier Pilotkliniken aus dem Netz des DNGfK umgesetzt:
1 | AMEOS Klinikum Hildesheim
2 | Kreiskrankenhaus Osterholz
3 | AMEOS Klinikum Aschersleben
4 | Klinikum Aschaffenburg-Alzenau
Jede Einrichtung bringt unterschiedliche Strukturen, Verpflegungsangebote und Bedarfe mit. Deshalb gibt es bei CareKitchen keine Standardlösung.
Die Maßnahmen werden auf Grundlage der jeweiligen Ausgangssituation gemeinsam entwickelt und an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und der Einrichtung angepasst.
Von der Bedarfsanalyse zur nachhaltigen Veränderung
CareKitchen folgt einem strukturierten Vorgehen, das sich in drei zentrale Phasen gliedert.
- Verstehen: Wo stehen wir?
Zu Beginn steht eine umfassende Bedarfs- und Situationsanalyse. Mitarbeitende werden über unterschiedliche Schichten und Kommunikationswege hinweg befragt. Gleichzeitig werden die vorhandene Küchen- und Verpflegungsinfrastruktur sowie bestehende Angebote betrachtet.
Dabei geht es unter anderem um Fragen wie:
- Welche Angebote werden bereits genutzt?
- Was wünschen sich die Mitarbeitenden?
- Welche Hindernisse erschweren gesundheitsförderliche Entscheidungen?
- Wie gut sind Angebote für unterschiedliche Schichten erreichbar?
- Wo bestehen Potenziale in Kantine, Cafeteria und weiteren Verpflegungsangeboten?
So entsteht ein möglichst realistisches Bild der jeweiligen Situation vor Ort.
- Verändern: Was können wir konkret tun?
Auf Grundlage der Ergebnisse werden gemeinsam mit den Einrichtungen passgenaue Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.
Diese adressieren sowohl die individuelle Gesundheits- und Ernährungskompetenz als auch die Verpflegungsbedingungen und Strukturen innerhalb der Einrichtung.
Zum Maßnahmenportfolio gehören beispielsweise:
- Learn@Work
Praxisnahe Workshops und Vorträge vermitteln Wissen und konkrete Strategien für eine ausgewogene Ernährung im Arbeits- und Schichtalltag. - Food-Talks
Niedrigschwellige Gesprächsformate bringen Ernährungsthemen direkt in den Arbeitsalltag und schaffen Raum für Fragen und Austausch. - Eat@Work
Gemeinsam mit den Einrichtungen werden Kantinen-, Cafeteria- und weitere Verpflegungsangebote betrachtet und Möglichkeiten zur gesundheitsförderlichen Weiterentwicklung erarbeitet. - Orientierung bei der Essenswahl
Instrumente wie eine „Gastronomische Ampel“ können dabei helfen, Angebote transparent einzuordnen und gesundheitsförderliche Entscheidungen einfacher zu machen.
CareKitchen verbindet damit Wissen und Kompetenz mit konkreten Veränderungen der Arbeitsumgebung.
- Verstetigen: Was wirkt?
Gesundheitsförderung soll nicht mit dem letzten Workshop enden.
Deshalb ist die Evaluation von Beginn an Bestandteil des Projekts. Eingeführte Maßnahmen werden betrachtet, zentrale Kennzahlen erfasst und Rückmeldungen der Mitarbeitenden einbezogen.
Die Ergebnisse helfen dabei, Maßnahmen weiterzuentwickeln, erfolgreiche Ansätze langfristig in den Einrichtungen zu verankern und Erkenntnisse auch für andere Gesundheitseinrichtungen nutzbar zu machen.
Was CareKitchen bewirken möchte
Die erwarteten Wirkungen gehen über die reine Optimierung des Speiseplans hinaus.
Für Mitarbeitende kann CareKitchen dazu beitragen, Ernährung bewusster in den Arbeitsalltag zu integrieren, die eigene Ernährungskompetenz zu stärken und gesundheitsförderliche Entscheidungen leichter umzusetzen. Gleichzeitig können attraktive Verpflegungsangebote und eine gesundheitsförderliche Pausenkultur das Wohlbefinden am Arbeitsplatz unterstützen.
Für die Einrichtungen eröffnet das Projekt die Möglichkeit, Betriebliche Gesundheitsförderung mit Organisationsentwicklung und Gemeinschaftsverpflegung zu verbinden.
Damit unterstützt CareKitchen einen zentralen Gedanken gesundheitsfördernder Gesundheitseinrichtungen: Gesundheit soll auch dort gefördert werden, wo Menschen arbeiten, lernen und versorgt werden.
Wo stehen wir aktuell?
Nach den gemeinsamen Auftaktveranstaltungen ist CareKitchen inzwischen in den Pilotkliniken angekommen.
CareKitchen vor Ort
CareKitchen lebt davon, dass Veränderung nicht nur geplant, sondern gemeinsam mit den Menschen in den Einrichtungen gestaltet wird: Deshalb berichten wir an dieser Stelle regelmäßig über die nächsten Projektschritte: von Bedarfsanalysen und Vor-Ort-Terminen über Workshops und Food-Talks bis hin zu neuen Angeboten und ersten Erkenntnissen aus den Pilotkliniken.

















